Naturnah im Vogelsberg

Auf der kleinen Waldlichtung mit den beiden großen Tipis (Indianerzelten) und der Lagerfeuerstelle ist munteres Treiben. Es ist „Indianertag“ – also sind die Kleinen wie Rothäute verkleidet, mit Kopfschmuck und Tomahawks. Die Kinder, fast alle im Vorschul- und Kindergartenalter, manche noch jünger, tummeln sich lautstark auf dem Grün. Bis Hubert Straub mit seiner Gitarre auf den Plan tritt. Mit einem fröhlichen Lied – die Strophen hat er selbst gedichtet – bringt er die Kinder und ihre Eltern schnell zum Lachen – und auch zum Mitsingen und Mitmachen. Nach einer Spielerunde wird über dem Lagerfeuer in großen Pfannen Popcorn zubereitet.
Der 61-jährige ausgebildete Buchdrucker und seine zwei Jahre jüngere Ehefrau Uta leiten das Kolping-Feriendorf mitten im Naturpark Vogelsberg. Mit ihren zielgruppenorientierten Angeboten erreichen sie nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch Senioren und Menschen mit Behinderungen, für die nicht zuletzt die barrierefreien Räume wichtig sind. Gruppen nutzen die Einrichtung ebenso gern wie Einzelreisende.
Auch für Reiterferien und Klassenfahrten ist das Vogelsbergdorf attraktiv. „Wir bieten für alle ein passendes Programm oder Ambiente. Unser Ziel ist, allen Bedürfnissen für Urlauber, aber auch für Seminare kostengünstig und serviceorientiert gerecht zu werden“, betont Hubert Straub. „Die naturnahe Umgebung mitten in einem der schönsten Urlaubsgebiete Deutschlands ist dabei ein absolutes Plus.“

Hier können die Kinder den ganzen Tag draußen spielen

„Für uns als Familie mit kleinen Kindern ist die Naturnähe sehr wichtig. Hier können unsere Kinder den ganzen Tag draußen spielen und erleben dabei viel“, sagt Katharina Jager. Die 31-Jährige aus Neuss ist mit ihrem Mann Stefan, einem 35-jährigen IT-Inge-nieur, und den drei Kindern Felix (5), Lukas (3) Nele (10 Monate) zum zweiten Mal im Vogelsbergdorf. Felix und Lukas sind sogar schon das dritte Mal dort. „Im vergangenen Jahr waren sie mit den Großeltern bei der Ferienwoche für Familien mit Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter, weil es urlaubsmäßig bei uns nicht gepasst hat“, erklärt Stefan Jager.
Für die Jagers ist der Urlaub im Vogelsbergdorf eine attraktive Alternative zur Jugendherberge. Sie haben als erfahrene Jugendherbergs-Urlauber gezielt nach einem solchen Angebot gesucht, nachdem Freunde und Bekannte ihnen von den Kolpingferiendörfern erzählt hatten. „Es ist toll, dass wir in Bungalows wohnen. Die Aufteilung ist sehr gut. Und jetzt, nachdem sie renoviert worden sind, ist es noch schöner“, sagt Katharina Jager. Sie schätzt es, dass ihre Kinder viel Beschäftigung haben und dadurch auch freie Zeit für die Eltern bleibt, um auszuspannen und sich zu erholen. „Selbst in den Bungalows findet man einen Bereich, wo man sich mal für eine Weile zurückziehen kann“, sagt sie.
Die Jagers haben ganz gezielt das Angebot für Familien mit Kindern im Vorschulalter ausgesucht. „Hier kommen die Kinder mit Gleichaltrigen zusammen. Und es ist auch schön, dass wir uns mit Eltern treffen und austauschen können, die Kinder in Alter unserer Kinder haben. Da ist ein ganz anderes Verständnis da, und die Kinder finden schnell Kontakt zueinander“, sagt Stefan Jager. Für die Jagers bleibt das Vogelsbergdorf ein Urlaubsziel: Schon jetzt studieren sie den Prospekt mit den Angeboten für das kommende Jahr.

Während des Heimaturlaubs eine Woche im Vogelsberg

Dass das Vogelsbergdorf nicht nur für Familien aus Deutschland eine gute Adresse ist, zeigt die Familie Gundlack aus dem australischen Hervey Bay. Der aus Deutschland stammende 45-jährige Dr. Jürgen Gundlack, der als Internist am Hervey Bay Hospital und am Maryborough Hospital arbeitet, ist mit seiner 34-jährigen Frau Carmen und den Kindern Lara (4) und Annabelle (1) während des sechswöchigen Heimaturlaubs zum ersten Mal für fünf Tage im Vogelsbergdorf. „Wir haben nach einer Ferienmöglichkeit gesucht, wo die Kinder viel in der freien Natur spielen können“, erklärt Gundlack auf die Frage, wie er auf das Kolping-Feriendorf gekommen ist.
Aber wie kommt eine Familie, die im australischen Territorium Queensland wohnt, auf das Vogelsbergdorf in Hessen? „Wir haben, als wir unseren Urlaub geplant haben, im Internet gesurft und sind auf das Vogelsbergdorf gestoßen. Als wir die Homepage gesehen haben, war für uns klar, wo es diesmal hingeht“, sagt Gundlack.
Für den Arzt ist es ein großer Pluspunkt, dass die Einrichtung im Wald liegt, sodass die Kinder den ganzen Tag draußen spielen können und so viel Bewegung haben. „Ihnen wird es nicht langweilig“, so Gundlack. Ihm gefällt auch, dass man in „diesen schönen Bungalows“ wohnt, aber die Mahlzeiten gemeinsam mit den anderen Familien in den Speisesälen im Haupthaus einnimmt. „Es sind ja Familien mit gleichaltrigen Kindern hier, und da gibt es großes Verständnis füreinander, auch wenn die Kinder mal etwas laut sind. Da wissen doch die anderen Eltern, wie es ist, besonders dann, wenn die Kleinen mal nicht so gut drauf sind. Das finde ich toll“, sagt der Familienvater.
Für ihn und seine Familie ist das Vogelsbergdorf „eine optimale Einrichtung“. Von früheren Heimaturlauben kennen die Gundlacks ähnliche Einrichtungen in Deutschland. Der organisatorische Hintergrund des Kolping-Feriendorfs war neben dem Ambiente und dem Angebot ebenfalls für ihre Auswahl ausschlaggebend. „Wir können uns sehr gut vorstellen, bei einem der nächsten Heimaturlaube wieder ein paar Tage im Vogelsbergdorf zu verbringen“, sagt Gundlack.

30.08.2016

Informationen

Bilder

Wenn Hubert Straub mit seiner Gitarre auftaucht, bringt er Kinder und Eltern zum Mitsingen und Mitmachen. Gemeinsam mit seiner Frau Uta (rechts neben ihm) leitet er das Kolping-Feriendorf Herbstein. Fotos: Günter Wolf

Kontakt

Verband der Kolpinghäuser e. V.
Breite Str. 110
50667 Köln
Telefon: 0221 / 29 24 13 - 0
Fax: 0221 / 29 24 13 - 50